P&R Gesellschaften: Die Sache mit der Verjährung - Teil II… - P und R - Anleger

P&R Gesellschaften: Die Sache mit der Verjährung – Teil II…

Home > Aktuelle Informationen > P&R Gesellschaften: Die Sache mit der Verjährung – Teil II…

Schadensersatzansprüche unterliegen bekanntlich der Verjährung. Welche grundsätzlichen Verjährungsfristen zu beachten sind, haben wir in einem gesonderten Artikel, den Sie hier finden, bereits dargestellt.

Hier kommt es nun auf den jeweiligen Einzelfall an. Geht man davon aus, dass eine Anlageberatung zu einem ersten Investment bei P&R auch mitursächlich für eine weitere Investition nach erfolgreichem Auslaufen der ersten Investition ist, ohne dass der Anlageberater gesondert belehrt hat, kann diese erste Beratung für den jetzt drohenden Verlust mitursächlich sein.

Damit kommt dem Zeitpunkt der ersten Beratung erhebliche Bedeutung zu, auch wenn diese z.B. länger als 3 Jahre aber noch keine 10 Jahre zurückliegt.

Ein Beispiel:

Der Anleger kauft nach Beratung durch den Anlageberater am 30.06.2008 (Datum des Kaufvertrages) seine ersten Container. Auf Risiken hatte der Berater nicht hingewiesen. Der Vertrag hatte eine Laufzeit von 5 Jahren, sodass die Container im Jahre 2013 von P&R „zurückgekauft“ wurden. Der Anleger hat sich aber dafür entschieden, den Betrag wieder in den Kauf von Containern zu investieren. Zwar hat der Berater nicht nochmals beraten, aber es war hier z.B. die gleiche Gesellschaft, bei der erneut investiert werden sollte. Also kauft er am 01.11.2013 erneut Container. Der Vertrag hat ebenfalls eine Laufzeit von 5 Jahren.

Da der Kaufvertrag noch nicht ausgelaufen ist und der Anleger seinen Rückkaufvertrag noch nicht abgeschlossen hat, ist er unmittelbar von der jetzt eingetretenen Insolvenz der drei P&R-Gesellschaften betroffen.

Genau in diesem Fall kann die 10jährige Verjährungsfrist relevant werden. Tatsächlich ist aus der ersten Beratung kein Schaden entstanden, denn der Vertrag wurde ja erfolgreich abgewickelt. Allerdings droht aus der zweiten Beteiligung ein Schaden, sodass hier gehandelt werden muss. Wenn man nämlich die Beratung zum ersten Kaufvertrag als mitursächlich für die zweite Investition ansieht, dann kommt es möglicherweise auf genau diese Beratung an.

Es ist also nicht auszuschließen, dass sich die Gegenseite in einem gerichtlichen Verfahren unter anderem darauf berufen wird, dass der Anspruch zum

30.06.2018 verjährt ist.

Eine nach diesem Zeitpunkt eingereichte Klage birgt also ein Risiko, das sich durch rechtzeitige verjährungshemmende Maßnahmen verhindern lässt. Anleger sollten dieses Risiko nicht eingehen und ihre Beteiligung auf dieses Risiko prüfen lassen.

Newsletter für P&R Anleger

* Eingabe erforderlich


Datenschutzbestimmungen


Sofortkontakt:

Ich habe die Datenschutzerklärung zur Kenntniss genommen

Rufen Sie jetzt an
Newsletter
close slider

Newsletter für P&R Anleger

* Eingabe erforderlich


Datenschutzbestimmungen