P&R Gesellschaften: Die Sache mit dem Gläubigerausschuss… - P und R - Anleger

P&R Gesellschaften: Die Sache mit dem Gläubigerausschuss…

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Mitte Oktober werden die Gläubigerversammlungen für die insolventen P & R Gesellschaften stattfinden. Ein zentraler Punkt im Rahmen dieser Versammlungen wird sein, ob und in welchen Besetzungen Gläubigerausschüsse im weiteren Verfahren bestehen sollen.

Die genaue Bedeutung des Gläubigerausschusses ist den meisten P&R – Anlegern jedoch unbekannt. Sollten Sie sich auch zu dieser Gruppe zählen, dürften die nachfolgende Informationen für Sie von großem Interesse sein:

Die Bedeutung des Gläubigerausschusses

Die Insolvenzordnung möchte den Gläubigern größtmögliche Autonomie gewähren. Das bedeutet, dass die Gläubiger selbst das Insolvenzverfahren mitgestalten sollen. Auch sollen sie wesentliche Entscheidungen, wie z.B. über die Fortführung des schuldnerischen Unternehmens, selbst treffen können. Um dies sicherzustellen, gibt es zwei wesentliche Organe. Einerseits die Gläubigerversammlung, in der über Kernfragen entschieden wird. Andererseits der Gläubigerausschuss, der als Organ auch in Detailfragen mitbestimmt.

Die Zusammensetzung des Gläubigerausschusses

Der Ausschuss muss zumindest zwei Mitglieder haben, sollte in der Regel aber nicht die Anzahl von sieben Mitgliedern überschreiten.

Die Zusammensetzung des so genannten „endgültigen“ Gläubigerausschusses ist gesetzlich nicht vorgegeben. Die Gläubigerversammlung ist somit bei der Wahl der Ausschussmitglieder grundsätzlich frei. Hierin besteht auch der Unterschied zum „vorläufigen“ Gläubigerausschuss, dessen Besetzung von der Insolvenzordnung vorgegeben ist.

Dennoch sollte darauf geachtet werden, dass sämtliche Gläubigergruppen mit mindestens einem Mitglied vertreten sind (so z.B. Kleingläubiger, Großgläubiger, Arbeitnehmer etc.)

Die Aufgaben des Gläubigerausschusses

Die Aufgaben des Gläubigerausschusses lassen sich allgemein mit „Überwachung und Unterstützung des Insolvenzverwalters“ beschreiben. Den Mitgliedern des Ausschusses stehen hierzu umfangreiche Einsichts- und Prüfungsrechte zu. Hiermit können und müssen Sie sich über den Stand des Verfahrens und den „Zustand“ des insolventen Unternehmens informieren.

Für viele wesentliche Entscheidung im Laufe des Insolvenzverfahrens benötigt der Insolvenzverwalter auch die Zustimmung des Gläubigerausschusses, so zum Beispiel bei einer geplanten Veräußerung des Unternehmens. Die Rechte des Ausschusses gehen dabei sogar soweit, dass er die Entlassung des Insolvenzverwalters aus wichtigem Grund beantragen kann.

Den Gläubigerausschuss könnte man somit als Aufsichtsrat des Insolvenzverwalters bezeichnen. Fachkompetenz einerseits und Unabhängigkeit anderseits sollten daher die wichtigsten Eigenschaften eines Ausschussmitgliedes sein. Nur so kann sichergestellt werden, dass sämtliche Entscheidung tatsächlich im Sinne der P & R – Anleger getroffen werden.

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