Anklageerhebung gegen Herrn Heinz Roth - P und R - Anleger

Anklageerhebung gegen Herrn Heinz Roth

Home > Aktuelle Informationen > Anklageerhebung gegen Herrn Heinz Roth
Heinz Roth Anklageerhebung

Wie die Staatsanwaltschaft am 07.02.2019 auf einer Pressekonferenz mitteilte, hat sie am 30.01.2019 Anklage gegen Herrn Heinz Roth als maßgeblichen Verantwortlichen der P&R-Gruppe wegen 414 Fällen des gewerbsmäßigen Betruges, darunter in 88 Fällen unter Verursachung eines Schadens großen Ausmaßes, und wegen Steuerhinterziehung in 12 Fällen zum Landgericht München erhoben. Die Anklage betrifft somit nur einen Teil der Anlagesumme der rund 54.000 Anleger.

Die Staatsanwaltschaft geht in der Anklage in dem vor Gericht noch zu beweisenden Tatverdacht davon aus, dass beginnend ab dem Jahr 2007 mehr Container an Anleger verkauft wurden, als tatsächlich vorhanden waren. Da damit die Einnahmen wegen des Fehlens der Container nicht ausreichten, um die Verbindlichkeiten gegenüber Anlegern zu bedienen, wurde in stetig steigendem Maße Geld von Neuanlegern zur Auszahlung vermeintlicher Renditen an Bestandsanleger verwendet.

Obwohl dies dem Angeschuldigten Heinz Roth bekannt war, hat er noch ab Februar 2017 mit mindestens 268 Anlegern insgesamt 414 Verträge über die Firma P&R Transport-Container GmbH (TC) über rund 27.000 gebrauchte Container abgeschlossen. Über das damit bestehende Ausfallrisiko von mindestens 50 % wurde nicht aufgeklärt, wodurch ein Schaden von mindestens 17.987.000 € entstanden ist.

Was bedeutet das für den Anleger?

Ein schnelles Verfahren ist zu begrüßen. Die Staatsanwaltschaft hat sich bewusst derzeit nur auf einen Teil der möglichen Taten beschränkt. Hintergrund dürfte auch das fortgeschrittene Alter des Angeschuldigten Heinz Roth sein. Das Strafmaß liegt zwischen 6 Monaten und 10 Jahren Haft. Der Angeschuldigte befindet sich nach wie vor in Untersuchungshaft.

In der Sache macht es nach unserer Auffassung keinen großen Unterschied, ob nur ein Teil oder noch mehr mögliche Taten angeklagt werden. Wegen des fortgeschrittenen Alters ist eine mögliche Strafhaft ohnehin – je nach Dauer des Verfahrens – fraglich. Daher ist es nach unserer Ansicht besser, wenigstens einen Teil der Taten aufzuarbeiten, als in einem über 4 Jahre dauernden Mammutprozess die Sache weiter klären zu wollen. Bei diesem Tatvorwurf dürften sich weitere Straftaten, selbst wenn sie aufgeklärt und bewiesen würden, nicht signifikant auf das Strafmaß auswirken.

Anleger können aus diesem Verfahren leider nichts für ein Vorgehen gegen Herrn Heinz Roth selbst ableiten, denn über dessen Vermögen wurde bereits das Insolvenzverfahren eröffnet. Wir werden das Verfahren gleichwohl beobachten, da hier möglicherweise das Verhalten von noch anderen Anspruchsgegnern wie z.B. Wirtschaftsprüfern und Prospekterstellern eine Rolle spielen kann und aus dem Verfahren auch Erkenntnisse für die laufenden Insolvenzverfahren der vier P&R-Gesellschaften gewonnen werden können. Wir werden hierzu weiter auf dieser Seite und in unserem Newsletter berichten.

 

Newsletter für P&R Anleger

* Eingabe erforderlich


Datenschutzbestimmungen


Teilen Sie diesen Beitrag

Sofortkontakt:

Ich habe die Datenschutzerklärung zur Kenntniss genommen

Rufen Sie jetzt an
Newsletter
close slider

Newsletter für P&R Anleger

* Eingabe erforderlich


Datenschutzbestimmungen