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P&R-Anleger könnten erneut zur Kasse gebeten werden, so Rechtsanwalt Gericke von der Kanzlei GÖDDECKE RECHTSANWÄLTE im Anleger-Magazin FONDS Professionell.

Droht den Investoren neues Ungemach? Der Insolvenzverwalter überlegt nämlich, Rückforderungen zu stellen und außerdem könnte auch Vater Staat noch die Hand aufhalten.

Anleger müssen sich womöglich auf Rückforderungen des Insolvenzverwalters gefasst machen. Das berichtet die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ) unter Berufung auf die Siegburger Kanzlei GÖDDECKE RECHTSANWÄLTE. Danach haben diese in einem Gespräch mit Mitarbeitern des Insolvenzverwalters erfahren, dass Zahlungen der P&R-Anlagegesellschaft in den letzten vier Jahren vor Eröffnung des Insolvenzverfahrens im März 2018 betroffen sein könnten. Insgesamt gehe es um mehr als eine halbe Milliarde Euro.

Ein Sprecher des Insolvenzverwalters bestätigte, dass eine gesetzliche Pflicht zur Prüfung von Rückzahlungsansprüchen (Fachbegriff: Insolvenzanfechtungen) bestehe. Davon könnten auch Investoren betroffen sein, die ihre letzte Auszahlung vor dem Insolvenzverfahren erhalten hatten. Die FAZ schreibt, dass Marc Gericke von der Kanzlei GÖDDECKE RECHTSANWÄLTE es für fraglich hält, ob die Voraussetzungen für derartige Insolvenzanfechtungen erfüllt sind. Er geht davon aus, dass der Insolvenzverwalter in seinem Schreiben an P&R-Anleger anbieten werde, die Rückforderungen im Rahmen von Musterverfahren zu klären. Andernfalls müsste er Tausende von Klagen mit ungewissem Ausgang führen.

Gericke befürchtet außerdem, dass das Schreiben einen weiteren – mit der Insolvenzanfechtung nicht in Zusammenhang stehenden – Punkt, enthalten könnte. Anleger könnten zu einer Forderungsanmeldung aufgefordert werden und dann auf Ansprüche gegenüber der nicht insolventen Schweizer P&R-Gesellschaft verzichten.

Es zeigt sich außerdem, dass die P&R-Anleger noch eine weitere offene „Flanke“ haben. Offenbar haben Finanzämter sie aufgefordert, Nachweise über die Existenz ihrer Container vorzulegen. Die meisten Anleger verfügen bekanntermaßen nicht über diese Nachweise, da viele Container nur auf dem Papier existieren. Steuerlich bedeute dies jedoch: Ohne die Nachweise könnte der Fiskus die AfA-Abzüge der Vergangenheit für die „Phantom-Container“ rückwirkend versagen. Da die Anschaffungskosten immerhin mit zehn Prozent pro Jahr abgeschrieben werden konnten, steht bei rückwirkender Versagung unter Umständen eine erhebliche Summe auf dem Spiel.

 

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